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Tagestour: Naturpark Südheide - Wo Jafelbach und Lachte sich küssen

Karte

Lade Daten

Wandergebiet W22 Naturpark Südheide: Wo Jafelbach und Lachte sich küssen


Die Wanderung führt in das Niederungsgebiet südöstlich von Metzingen, in dem der Jafelbach in die Lachte mündet. Die abwechslungsreiche Landschaft ist Teil des im Jahre 2009 ausgewiesenen Naturschutzgebietes "Lachte", das Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystemes Natura 2000 ist.


Die aus Steinhorst kommende Lachte, die ihr Quellgebiet zwischen Auermühle und Sprakensehl hat, und der in den ausgedehnten Waldgebieten östlich von Steinhorst entspringende Jafelbach haben sich nach der Eiszeit eigene Täler in die hügelige Landschaft der Südheide gegraben und zeigen hier noch einen naturnahen Verlauf.


Der Wechsel von Anhöhen und Niederungen begünstigte die Entstehung vielfältiger Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Neben den Heidebächen entwickelten sich auf feuchten Standorten Moore und Bruchwälder. Dort, wo das Grundwasser seit jeher nahe der Erdoberfläche ansteht, bot es sich an, Fischteiche anzulegen, die an der Lachte in großer Zahl vorhanden sind und teilweise heute noch bewirtschaftet werden. Das kleine Heidedorf Metzingen hat seinen alten Ortskern mit mehreren Bauernhöfen bis heute bewahrt. Der alte Baumbestand der Hofanlagen unterstreicht die ländliche Atmosphäre. Zwei besonders alte Linden sind als Naturdenkmal sehenswert.


 

Ausgangspunkt:

Vom Wanderparkplatz am Ortsrand von Metzingen werden 2 unterschiedlich lange Wandertouren angeboten.

Anfahrt zum Parkplatz "Metzingen”

In Metzingen befindet sich der Parkplatz am Ortsausgang

in Richtung Steinhorst in der Straße "Am Osterberg".

Position: N 52° 40.63668', E 010° 23.03244'

 


Kurze Tour: 2,9 km

Mittlere Tour: 4,2 km


Die beiden Touren des Wandergebietes W22 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet und die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis.



Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



Wissenswertes zu der Wandertour "Wo Jafelbach und Lachte sich küssen"


Die Lachte

Die Lachte ist ein über 37 km langer rechter Zufluss der Aller und größtenteils als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Sie entspringt im Norden des Landkreises Gifhorn südwestlich von Sprakensehl. Der Bach fließt zunächst in südwestlicher Richtung, speist mit seinem Wasser beim Gut Auermühle zahlreiche Fischteiche auf einer Länge von gut fünf Kilometern und nimmt anschließend nordöstlich von Steinhorst den Kainbach auf. Südöstlich von Metzingen mündet der Jafelbach in die Lachte. Bei Jarnsen fließt die Lutter, bei Beedenbostel die Aschau in die Lachte. Diese fließt weiter über Lachendorf und mündet bei Lachtehausen in die Aller. Die Ortsnamen der beiden Ortschaften künden von der Bedeutung der Lachte bei der Gründung der frühen Siedlungen.


Der Lachte und ihren zahlreichen Zuflüssen und Nebenbächen kommt eine hohe Bedeutung für den Naturschutz zu. Es handelt sich um weitgehend unverbaute Bäche mit naturnahem schlängelnden Verlauf, einem kiesigen Bachbett und hoher Wasserqualität. Viele gefährdete und geschützte Pflanzen- und Tierarten sind nicht nur in den Bächen selbst anzutreffen, sondern auch auf Wiesen und Weiden sowie in Mooren und Wäldern entlang der Gewässerläufe. In den Bächen selbst sind unter anderem Bachforelle, Groppe, Steinbeißer und Bachneunauge heimisch. Fischotter, Schwarzstorch und Eisvogel haben hier ihr Jagdrevier. Das knapp 500 km große Einzugsgebiet der Lachte ist zu großen Teilen in Form von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten geschützt. Zudem sind die Heidebäche als Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiet "Lutter, Lachte, Aschau" Teil des europäischen Schutzgebietssystemes Natura 2000.


Die Ziegelei von Wohlenrode

Die Eiszeiten haben in der Landschaft der Südheide unzählige Spuren hinterlassen. Markante Hügel, Urstromtäler und große Findlinge zählen zu den deutlich erkennbaren Hinterlassenschaften der Gletscher. Oberflächlich nicht erkennbar sind die Spuren in der Erde. Das Gebiet südwestlich von Metzingen liegt im Bereich einer lehmigen Grundmoräne. Grundmoränen bestehen aus so genanntem Geschiebematerial, das die aus Skandinavien stammenden Gletscher nicht an ihrer Stirn vor sich herschoben wie bei den Endmoränen, sondern an ihrer Sohle mit sich führten. Dabei handelt es sich je nachdem, wie stark das Material unter dem Gletscher zermahlen wurde, um Kiese, Sande, Schluffe oder Tone. Diese Ablagerungen blieben nach dem Abschmelzen der Eismassen zurück und werden im Falle feinkörniger, bindiger Böden auch als Geschiebelehm bezeichnet.


Angesichts der in der Südheide weit verbreiteten Sandböden stellen die vereinzelt vorkommenden lehmigen Böden eine Besonderheit dar. Aufgrund der Wasserspeicherfähigkeit des Lehmes haben diese Standorte, auf denen sich oft ertragreiche Böden entwickelt haben, eine hohe Bedeutung für die Landwirtschaft. In Mulden und Vertiefungen wurden nach dem Rückzug der Gletscher durch Schmelz- und Regenwasser aus der Umgebung feinsandige Tone eingeschwemmt. So entstanden Tonlager, die als Baustoff begehrt waren. An einem solchen Tonlager wurde bereits im Jahr 1521 südwestlich von Metzingen eine Ziegelbrennerei gebaut, die den Bodenschatz verarbeitete. Die ehemals herzogliche Ziegelei lieferte 1528 bis 1530 für den Schlossumbau in Celle große Mengen an Ziegeln. Seit 1632 befand sie sich ununterbrochen in Familienbesitz und stellte ihren Betrieb erst in den 1950er Jahren ein.

Etappen

Kurze Tour (2,9 km) Wo Jafelbach und Lachte sich küssen

Die kurze Tour führt vom Wanderparkplatz durch die Felder vorbei an einem Feldgehölz in Richtung Lachtetal. Am Rande des Tales biegt der Weg vor dem Waldsaum rechts ab und geleitet ...

Mittlere Tour (4,2 km) Wo Jafelbach und Lachte sich küssen

Die mittlere Tour schließt große Teile der kurzen Tour ein, führt aber weiter nach Süden. Durch das Lachtetal geht es zunächst über die Lachte selbst und anschließend, etwas oberhalb des ...

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