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Przewalski-Pferde auf der Hornbosteler Hutweide
Przewalski-Pferde auf der Hornbosteler Hutweide
Przewalski-Pferde auf der Hornbosteler Hutweide
Przewalski-Pferd und Heckrinder auf der Hornbosteler Hutweide

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Wildpferde in der Lüneburger Heide

Das Przewalski-Pferd

Das Przewalski-Pferd ist weltweit das einzige, bis heute in seiner ursprünglichen Form existierende Wildpferd. In der südlichen Lüneburger Heide sind die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, in einem 75 Hektar großen Naturschutzgebiet, der Hornbosteler Hutweide, zu beobachten.

Namensgeber

Die Pferde stammen aus den Steppen Ostasien und wurden 1878 von dem russischen Naturforscher Nikolai Michailowitsch Przewalski entdeckt, welcher sie nach sich benannte (Aussprache: Pschewalski). Das Przewalski Pferd wird auch Mongolisches oder Asiatisches Wildpferd genannt.


Zurück ins Leben

Durch die Erschließung der Landwirtschaft und die Jagd wurden die Tiere kontinuierlich zurückgedrängt, sodass sie 1969 in der freien Wildbahn ausgestorben waren. Doch einige Exemplare konnten in Tiergärten überleben. Durch intensive Zuchtbemühungen und erfolgreiche Auswilderungen wird der Erhalt der Rasse gesichert, sodass es mittlerweile weltweit wieder ca. 1800 Tiere gibt. Auch von der Hornbosteler Herde konnten 2012 einige Przewalski in die Mongolei ausgewildert werden.

Eigenschaften des Przewalski-Pferdes

Durch ihren ursprünglichen Lebensraum, wo extreme Temperaturschwankungen herrschen, sind die Pferde sehr anpassungsfähig und robust und können mehrere Tage ohne Nahrung und Wasser auskommen.

Das Przewalski-Pferd erreicht eine maximale Widerrist-Höhe von 145cm und eine Kopf-Rumpf-Länge von maximal ca. 280 cm. Die Körpermaße entsprechen somit denen eines kleinen bis mittleren Hauspferdes. Das Gewicht der Tiere erreicht ca. 300kg. Aufgrund des kräftigen, kurzen Halses und des massiven Schädels wirken die Pferde sehr robust. Hinzu kommen die sehr robusten, kräftigen Hufe.

Charakteristisch ist das gelbgraue bis rotbraune Fell. Der Schweif und die Mähne sind dunkelbraun bis schwarz und damit deutlich dunkler als der Körper der Tiere. Weiterhin haben die Przewalski-Pferde eine deutlich hellere Schnauzen-Region (Mehlmaul), dies ist für Wildpferde typisch. Nur sehr selten haben sie einen Stirnschopf.

Die Przewalski-Pferde leben in Herden, in denen das Leittier die Herde zu den Futter- und Wasserstellen führt. Die Lebenserwartung beträgt ca. 20 Jahre.

Die Wildpferde sind zwar zähmbar, sind aber weitaus temperamentvoller als unsere Hauspferde und sehr scheu. Aufgrund des erhöhten Temperaments der Hengste, sind auf der Hornbosteler Hutweide nur Stuten zuhause. Bei Bedarf können durchaus noch Tiere aufgenommen werden.

Bedeutung für die Hutweide

Die Przewalski-Pferde haben auf der Hornbosteler Hutweide in der südlichen Lüneburger Heide 2009 ein sicheres Zuhause gefunden und sorgen gemeinsam mit den Heckrindern dafür, dass das historische Landschaftsbild erhalten bleibt, neue Kleinlebensräume entstehen und somit die Artenvielfalt steigt.

Bei der geführten Wanderung "Wo Wildpferde und Heckrinder grasen" haben Sie die einmalige Möglichkeit, diese faszinierenden Pferde zu beobachten und viel Interessantes über das Naturschutzgebiet der Hornbosteler Hutweide zu erfahren.

 

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