Aufstand der Ölarbeiter
Ölmann Keyser mit seinem Sohn Hans
Hans, Sohn des Ölmannes Keyser
deutsches erdölmuseum wietze, Landkreis celle
deutsches erdölmuseum wietze, Landkreis celle
Schlosstheater Celle im Erdölmuseum Wietze

Ölfieber - Theaterevent im Deutschen Erdölmuseum

Ölfieber - zwischen Celle und Wietze beginnt Amerika

Erleben Sie das einzigartige Theaterevent mit dem Schlosstheater Celle am Originalschauplatz auf dem Gelände des Deutschen Erdölmuseums!


Das Celler Schlosstheater kommt nach Wietze und inszeniert in Kooperation mit dem Deutschen Erdölmuseum und der Gemeinde Wietze ein Theaterstück über die deutsche Erdölgeschichte, die in der Südheide und vor allem in Wietze stattfand.

Hintergründe zum Stück


Grundlage für das Drehbuch des Autors Andreas Döring sind historische Quellen sowie Auszüge aus OIL von Upton Sinclair und Schilderungen von Hermann Löns.

Die Handlung des Theaterstücks spielt zwischen 1899 und 1918 und greift somit die gesamte Geschichte der Erdölförderung in Wietze auf. Heutige Fragestellungen zur gesellschaftlichen und technischen Entwicklung der damaligen Zeit werden hierbei anschaulich anhand menschlicher Geschichten gespiegelt.

Wozu leben? Eine Auseinandersetzung mit der Zukunft bedingt den Generationenkonflikt in ÖL-FIEBER zwischen Vater und Sohn, aber auch den Interessenkonflikt zwischen den Landbesitzern und den Forderungen der Ölindustrie.

Herausforderungen entstanden aus den sozialen Spannungen durch „Fremdarbeiter“ sowie aus notwendigen Veränderungen wie unter anderem die Errichtung von Straßen oder Beleuchtung; Energie, Wohnungen und Bildungseinrichtungen fehlten.

Diese Themen situativ und aus den unterschiedlichen Perspektiven von Stellvertreter-Figuren als Durchsetzungs- und Vertrauenskonflikte zu verhandeln, ist Absicht dieser Theaterproduktion. Die Wietzer Geschichte der Teerkuhlen-Barone ist die Vorgeschichte, doch die eigentliche Geschichte ist die eben jenes ÖL-FIEBERS – eines German Ölfiebers.

Handlung von "Ölfieber"

Nach dem großen Crash in Ölheim bei Peine investiert 1899 keiner mehr groß in deutsches Öl, außer vielleicht im Elsass. Wietze schlum­mert auf seinen Ölfeldern, der große Erfolg blieb aus - bisher.

Denn nun kommt ein erfolg­reicher Ölmann mit seinem Sohn, Hans, und dem Bohrmeister Hasenpflug nach Wietze und will investieren. Doch zuerst kann er sich mit den Wietzer Land­besitzern nicht auf einen Pachtvertrag einigen. Zufällig entdeckt sein Sohn nördlich des Flüsschens Wietze eine Ölspur auf dem Grundstück der Familie Lemberg. Hans Vater schwatzt der kranken Mutter Lemberg das überschuldete Land sehr günstig ab. Und genau dort, auf der sogenannten Teufelsinsel, gelingt die erste Wietzer Tiefenbohrung, die große Mengen von Öl zu Tage bringt.

Ölfieber

Ein Ölfieber setzt ein. Man braucht Holz für mehr Bohrtürme, Tanks für das Öl, Straßen müssen gebaut werden, die Schifffahrt muss auf die Aller können, Strom für die Pumpen wird benötigt.

Zur Enttäuschung des Vaters zieht es Hans jedoch nach Berlin, wo er eine berühmte Schauspielerin kennen und lieben lernt. Hans will studieren und sich künftig eher für die Rechte der Arbeiter einsetzen.

Inzwischen wurde aus Paul, dem gleichaltrigen Sohn der Familie Lemberg, Hans‘ Freund und Mitarbeiter, der Wohnungen für die Arbeiter aus Polen und Galizien in Wietze bauen soll.

Der deutsche Ölbaron Rudolf Nöllenburg kommt in dieser Geschichte auch nach Wietze. Der erfolgreiche Unternehmer ist dabei, durch Firmen-Zusammenlegungen die DEA zu formieren, denn er hat erkannt, dass nur Fusionen die Öl-Wirtschaft zukunftstauglich macht.

Und während die Öl-Bosse die Firmen zusammenlegen, gehen die Söhne auf der Seite der Ölarbeiter auf Konfrontationskurs.

Als der 1. Weltkrieg ausbricht, wird das Ölgeschäft politisch und Amerika zum Feind. In Wietze geht man unter die Erde, um alles raus zu holen und mit der Verhärtung sämtlicher Fronten rafft das Ölfieber seine Figuren dahin - bis auf Hans, der diese Geschichte erzählt.

Termine

Die Premiere dieses ganz besonderen Theaterstücks ist am 19. Mai 2018 um 19:30 Uhr.

Weitere Termine:

    26. Mai 2018
    01. Juni 2018
    02. Juni 2018
    08. Juni 2018
    09. Juni 2018
    15. Juni 2018
    16. Juni 2018
    22. Juni 2018


Die Aufführungen finden jeweils um 19:30 Uhr auf dem Freigelände des Deutschen Erdölmuseums in Wietze statt.

Karten sind an der Theaterkasse in der Celler Innenstadt (Markt 18, 29221 Celle / Tel.: 05141-90508-75/76) sowie im Deutschen Erdölmuseum in Wietze und im Rathaus in Wietze erhältlich.

Erwachsene: 19€
Schüler: 7€

Einbindung des Ortes & lokale Beteiligung

Da es sich um ein Stück aus und über Wietze handelt, werden bei dem Projekt auch Vereine und Einzelpersonen aus Wietze eingebunden, zum Beispiel durch einen örtlichen Chor und Vereine Wietzer Bürger oder als aktive Mitspieler (und Statisten).

Autor und Regie

Stückentwicklung / Autor: Andreas Döring | Regie: Gerhard Weber

Gerhard Weber (Regie):

Zwischen 1998 und 2004 leitete Gerhard Weber als Intendant die Landesbühne Hannover und wurde dort 2004 mit dem Stadtkulturpreis ausgezeichnet. Von 2004 bis zu seiner Pensionierung 2017 war Weber Intendant des Theaters Trier. 2017 nach Hannover zurückgekehrt, gründete er mit Schauspielerin Julia Goehrmann die Musical Factory Hannover (MFH).

Andreas Döring (Autor):

Von 2004 bis 2013 war Andreas Döring Intendant am Jungen Theater Göttingen. Mit der Saison 2014/15 übernahm er die Intendanz des Schlosstheater Celle. Er
verantwortete einige Stückentwicklungen, wie nach Mehmet Daimagülers Buch „Kein schönes Land in dieser Zeit“ und bereitet immer wieder politische Stoffe für Projekte auf, wie für KELLY/BASTIAN, und schrieb die Stücktexte für die lokalhistorisch verankerten Produktionen DIE ZEITUNG sowie das Historienspiel für den Theater-Parcours REFORMATION CELLE.

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