Fluß-Wald Erlebnispfad auf dem Heidschnuckenweg
Wandern Lüneburger Heide
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Wassermühle in Müden (Örtze) auf dem Heidschnuckenweg
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Fluß-Wald-Erlebnispfad
Fluß-Wald-Erlebnispfad
Fluß-Wald-Erlebnispfad
Wandern auf dem Fluss-Wald-Erlebnispfad
Am Fluss-Wald-Erlebnispfad
Heidefluss Örtze
Schmetterling am Fluss-Wald-Erlebnispfad
Am Heidesee in Müden (Örtze)

Müden (Örtze), Naturpark Südheide: Fluss-Wald-Erlebnispfad

Zwischen Hermannsburg, Müden (Örtze) und Poitzen erschließt der Fluss-Wald-Erlebnispfad die Landschaft des Örtzetals mit naturnahen Heidebächen, einem See und viel Wald und Grünland. Zahlreiche Mitmachstationen und Informationstafeln zum Thema Wald und Wasser laden am Wegesrand zum genaueren Hinsehen und Ausprobieren ein.

Hier gibt es viel zu entdecken!

Am Fluss-Wald-Erlebnispfad begegnet man fleißigen Waldarbeitern, kann selber messen wie tief und schnell das Wasser ist und erfährt, dass im Wald der LÖWE los ist … Der Weg eignet sich besonders für Familien mit Kindern, die unterwegs etwas entdecken wollen. Auch für den Wandergast hält der Pfad und seine Umgebung ein besonderes Landschaftserlebnis bereit. Eine Broschüre und ein Faltblatt zum Fluss-Wald-Erlebnispfad gibt es in den Tourist Informationen Müden (Örtze) (in der alten Mühle) und Hermannsburg (im Rathaus).

Ein Wanderweg für Wassertiere

Die Wassermühle in Müden staut die Örtze auf, um die Wasserkraft zur Stromerzeugung zu nutzen. Das Mühlenwehr aber versperrt den in der Örtze lebenden Tieren den Weg. Für manche Fischarten und die Larven von Wasserinsekten wie Eintags-, Stein- und Köcherfliegen sind bachaufwärts gerichtete Wanderungen überlebenswichtig, damit sie einer Abdrift durch die Strömung des Wassers entgegen arbeiten können und verwaiste Bachabschnitte wieder besiedelt werden. Manche Fischarten müssen ihre Laichplätze in den Bachoberläufen erreichen.


Typische Fische der Örtze sind

  • Groppe

  • Steinbeißer

  • Bachforelle

  • das zu den Rundmäulern gehörende Bachneunauge


Damit das Mühlenwehr kein Wanderhindernis für Wassertiere darstellt, wurde in den 1990er Jahren ein so genannter Umfluter gebaut, der oberhalb der Mühle von der Örtze abzweigt und unterhalb davon wieder einmündet. Der Umfluter wurde so gestaltet, dass er wie ein natürlicher Bach wirkt. Das erleichtert es den Wassertieren, diese „Umleitung“ zu finden und hinauf zu wandern.


Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war der Heidefluss Örtze für seine Lachsvorkommen bekannt. Unterhalb der Wolthausener Mühle befand sich sogar ein herzoglicher Lachsfang, der bereits 1667 erwähnt wurde. Nachdem der Lachs viele Jahrzehnte in der Örtze ausgestorben war, wird er seit einigen Jahren von der Angelsportgemeinschaft Müden wieder angesiedelt. Da dieser Fisch aus dem Meer kommend bis in die Oberläufe der Bäche wandert, um dort abzulaichen, ist ein durchgängiges Fließgewässersystem ohne Wanderbarrieren für diese Art besonders wichtig.


Was sind Rieselwiesen ?

Das Grünland im Örtzetal wurde bis in das 20. Jahrhundert hinein als Rieselwiesen bewirtschaftet. Wiesen stellten früher die wertvollsten Grundstücke der Heidebauern dar. Sie dienten der Heugewinnung und wurden vielfach in den Bachtälern zu so genannten Rieselwiesen ausgebaut, das Sprichwort befolgend: „Wo Wasser, da Gras.“


„Die Noth, die Mutter so mancher Erfindungen, lehrte auch die Lüneburger Heidebewohner, bey ihrem großen Futtermangel früh die Benutzung der Bäche zur Wiesenbewässerung kennen.“ So schrieb im Jahre 1800 der aus Celle gebürtige Agronom Albrecht Daniel Thaer. Die Lüneburger Heide gilt als Wiege des Kunstwiesenbaus. Die Blütezeit der Rieselwiesenwirtschaft reichte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Wie wurden die Wiesen berieselt?


Für die Berieselung der Wiesen wurde ein Grabensystem angelegt, das sich aus den etwas höher gelegenen Zuleitern und den tiefer gelegenen Ableitern zusammen setzte. Der Wasserstand in den Zuleitern konnte mit Hilfe von Staubauwerken reguliert werden, so dass das Wasser während der Berieselung über die Ufer der zum Zuleiter gehörenden kleinen Gräben trat. Die Entwässerungsrinnen der Ableiter nahmen das gleichmäßig über das Grünland rieselnde Wasser wieder auf und führten es ab. Im ebenen Gelände waren zur Anlage des Be- und Entwässerungssystems erhebliche Bodenbewegungen notwendig, um Geländerücken für die Zuleiter zu bauen. Das Wasser wurde durch den Anstau der Bäche in die Rieselwiesen geleitet.


Tipp: Schauen Sie sich das Relikt eines solchen Staubauwerkes am Fluss-Wald-Erlebnispfad selbst an. Dieses liegt nördlich von Poitzen. Bei genauem Hinsehen lassen sich auch noch die Geländerücken der Zuleiter entdecken.


Die Berieselung diente im Frühjahr dem Schutz vor Spätfrösten, im Sommer der Anfeuchtung des Bodens und im Herbst vor allem der Düngung durch im Wasser gelöste Nährstoffe. Im Winter ruhte zur Durchlüftung des Bodens die Bewässerung.

Das Wichtigste der Tour in Kürze:


  • zahlreiche Mitmachstationen und Informationstafeln
  • alte Wassermühle in Müden (Örtze)
  • naturnaher Heidefluss Örtze
  • Heidesee in Müden (Örtze)
  • Rieselwiesen entlang des Weges


Barrierefreier Abschnitt

Der kleine Flusspfad (3km Länge) des Fluss-Wald-Erlebnispfades ist barrierefrei gestaltet und somit besonders gut für Personen mit Rollstuhl oder Familien mit Kinderwagen geeignet.


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